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  Räder und Reifen
Geschichte   Räder und Reifen
26.04.2012 von admin


Auch Büssing hatte 1907 einen kleineren, mit Luftreifen versehenen Omnibus vorgestellt. Doch auch diesem Bus war noch kein Erfolg beschieden.

Die Pneumatikreifen hatten nämlich einen Konstruktionsfehler: Das vom Gummi umschlossene Gewebe bestand aus kreuz und quer laufenden Fäden. Bei hoher Belastung rieben diese nun aneinander und brachten dadurch den Reifen zum Platzen. Erst 1917 kam in Amerika die Firma „Goodyear Tire & Rubber Co.“ darauf, die Fäden parallel zu legen. Damit war der Weg frei zur Entwicklung der "Riesenluftreifen", die schließlich zum "Ballonreifen" führte.

Doch auch dieses nicht ohne Geburtswehen. Bei der gewählten Gewichtsklasse von 5 t, war der Reifendurchmesser so groß, dass die Einstiegshöhe bei Omnibussen und der Höhenunterschied zwischen Lkw-Ladeflächen und Laderampen von den Kunden nicht akzeptiert wurde. Auch das Angebot von Goodyears, das Gewicht auf eine hintere Tandemachse mit entsprechend kleineren Rädern und Reifen zu verteilen, fand weder bei den Lastwagen- noch bei den Busbauern Gegenliebe. Deshalb ging Goodyear selbst unter die Kfz-Hersteller und stellte 1920 ihren ersten Lastwagen, wenig später auch Omnibusse, vor.


Goodyear Lkw mit Luftbereifung und Tandemachse von 1920.

1921 konnte die deutsche Firma Conti, Dank eines Abkommens mit B.F. Goodrich, als erste Cord-Reifen für Pkw und „Riesenluftreifen“ für Nutzfahrzeuge anbieten.

Schon bald folgten die anderen deutschen Reifenhersteller und zur IAA 1923 stellten die Firmen Faun, DAAD, Daimler, Magirus, Dixi und Vomag Lastwagen und Omnibusse mit Luftbereifung vor.


MAN Omnibus mit Niederrahmen-Fahrgestell nach dem Prinzip von Fageol von 1924. Der Bus war mit Luftreifen von Continental ausgestattet. Der Aufbau stammte von Trutz.


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