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  Nachkriegszeit
Geschichte   Nachkriegszeit
06.05.2007 von admin


Einer der ersten Firmen, die sich dem Lastwagen- und Omnibusbau widmeten, war die Firma Magirus. 1919 verließ der erste Magirus-Omnibus das Werk. Er war für die Württembergische Post hergestellt worden, hatte Kardan-Antrieb und leistete 40 PS. Sein Fassungsvermögen betrug 18 Sitz- und 6 Stehplätze. Ein weiteres Exemplar dieses Typs erhielt eine elegante Karosserie, die von Kässbohrer aufgebaut wurde. Ein junger Mann namens Otto Kässbohrer hatte daran mitgewirkt.

Doch trotz allem Aufbruchs, hatten die Automobilhersteller mit großen Schwierigkeiten zu kämpfen. Rohstoff- und Arbeitskräftemangel zwangen zu Improvisationen. Auch war die Situation des Omnibusverkehrs nur bescheiden zu nennen. Es fehlte an Wagen, an Benzin und an Gummi. Private Linien gab es kaum noch und staatliche Unternehmen, die ja auf neue Wagen zurückgreifen konnten, litten unter dem Betriebsstoffmangel.

So waren z.B. in Berlin zu Kriegsende noch 30 Pferdeomnibusse und etwa 10 Motoromnibusse in Betrieb. In der darauffolgenden Zeit mussten die Motoromnibusse zum Teil vollständig wegen Brennstoffmangel stillgelegt werden. Der Tagesbetrieb mit den Pferdeomnibussen wurde 1920 vollständig eingestellt, da er unrentabel geworden war. Die ABOAG betrieb gegen Ende 1920 noch 2 Motoromnibus- und 3 Pferde-Nachtlinien.

Als die Beschränkungen fielen, wurde der Bestand wieder ausgebaut. Eine Bestellung bei Büssing war der erste Schritt und schon 1921 hatte die ABOAG wieder 86 Motoromnibusse und 1921 waren es 131. Berlin lebte wieder auf und hatte seine "rasenden ABOAG´s" wieder.

Berliner "BZ", 1922: die "Rasenden ABOAG´s" brauchen stark überhöhte Kurven.


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