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  Mercedes-Benz Citaro FuelCELL-Hybrid
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01.08.2009 von admin


Elemente von Brennstoffzellen- und Hybridbus neu kombiniert

Der neue Mercedes-Benz Citaro FuelCELL-Hybrid vereint in sich die Gene des erprobten Citaro mit Brennstoffzellenantrieb, von dessen Urvater, dem NEBUS sowie dem aktuellen Citaro G BlueTec Hybrid. Er fügt sie zu einem neuen Ganzen zusammen und setzt Maßstäbe für die Entwicklung der Antriebssysteme von Stadt­bussen.

Wasserstoffvorrat trotz größerer Reichweite verringert

Analog zum Citaro mit Brennstoffzellenantrieb der ersten Generation ist die Technik des Citaro FuelCELL-Hybrid überwiegend Platz sparend unter einer eleganten Verkleidung auf dem verstärkten Dach des Omnibusses montiert. Vorn sind die Druckgasbehälter für den Wasserstoff untergebracht. Sie stammen als einzige Elemente unmittelbar vom Vorgängerbus, alle anderen Komponenten wurden neu entwickelt.

Da die Antriebstechnik des Citaro FuelCELL-Hybrid den Verbrauch erheblich ver­ringert, konnte die Zahl der Tanks von neun auf sieben Behälter mit zusammen 35 kg Wasserstoff reduziert werden.


Mercedes-Benz Citaro FuelCELL-Hybrid: Tank System

Lithium-Ionen-Batterien als Stromspeicher

Unmittelbar hinter den Gasflaschen sind Traktionsbatterien in Lithium-Ionen-Technik angeordnet, eine Premiere für Brennstoffzellenbusse. Die Akkus haben eine Kapazität von 27 kWh, genug für den Antrieb der Elektromotoren mit konstant 120 kW. Mit dem Strom aus den Energiespeichern kann der Citaro FuelCELL-Hybrid mehrere Kilometer allein batteriebetrieben fahren. Zugunsten höchster Leistung und Effizienz sind die Batterien wassergekühlt, da Lithium-Ionen-Batterien idealerweise in einem Temperaturbereich zwischen 15 und 55 Grad Celsius arbeiten.

Zwei Brennstoffzellenstacks mit hohem Wirkungsgrad

Hinter der mittig auf dem Dach angeordneten Klimaanlage für den Fahrgastraum folgen als Herz des Antriebs des Mercedes-Benz Citaro FuelCell-Hybrid zwei Brenn­stoffzellenstacks. Sie sind nebeneinander angeordnet, arbeiten jedoch unabhängig voneinander. Auch sie erzeugen Strom für eine Dauerleistung der
E-Motoren von 120 kW. Die Stacks enthalten jeweils 396 einzelne Brenn­stoff­zellen. Zwischen den Stacks befinden sich die Dosieranlagen für den Wasserstoff sowie die Luftzufuhr der Brennstoffzellen.

Die Brennstoffzellenstacks des Citaro FuelCELL-Hybrid unterscheiden sich deutlich von den Stacks der vorherigen Busgeneration. Ihre Lebensdauer ist um rund 50 Prozent auf mindestens sechs Jahre verlängert. Auch der Wirkungsgrad liegt deutlich höher: Er erreicht jetzt einen beeindruckenden Wert von 51 bis 58 Prozent; die erste Generation kam auf 38 bis 43 Prozent.

Hinter den Stacks sind Wärmetauscher montiert. Sie nutzen die Abwärme der Brennstoffzellen zur Beheizung des Fahrgastraums. Wird keine Heizung benötigt oder entsteht mehr Wärme als dafür notwendig, führen vier Gebläse die Warm­luft ab. Aus dem heckseitig montierten Auspuff des Busses entweichen keinerlei Schadstoffe, hier tritt ausschließlich harmloser Wasserdampf aus.


Mercedes-Benz Citaro FuelCELL-Hybrid: Fuel Cell und Kühl-System


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