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  Thomas Built Buses
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26.09.2008 von admin


Nach dem Krieg stieg die Nachfrage nach Schulbussen wieder kräftig. Die Anbieter operierten damals zumeist noch auf regionalen Märkten. Immerhin fünf Konkurrenten hatte Thomas allein in North und South Carolina, während sich landesweit über 20 Hersteller den Markt teilten. Thomas war einer der ersten, die über die regionalen Grenzen hinaus ein landesweites Vertriebs- und Servicenetz aufbauten. Einer Niederlassung in Pennsylvania folgten weitere in Virginia, Maryland, Delaware, Florida, Mississippi, Alabama und New Jersey. Heute besitzt Thomas in den Vereinigten Staaten mehr als 50 Niederlassungen.

Auch in Kanada verkauften sich die Schulbusse von Thomas so gut, dass der Hersteller 1962 in Woodstock, Ontario, ein Zweigwerk einrichtete, aus dem zu besten Zeiten etwa ein Drittel der Produktion von Thomas kam. In den sechziger Jahren entstanden zwei weitere Werke in Ecuador und Peru, denen allerdings keine dauerhafte Existenz beschieden war. 1972 gab sich das Unternehmen, das ja längst keine Straßenbahnen mehr herstellte, schließlich den Namen, den es auch heute noch trägt: Thomas Built Buses.


Thomas Busaufbau auf Dodge Chassis, 1948.

Maßgebliches Mitwirken an den hohen amerikanischen Sicherheitsstandards

Für einen Schulbus gibt es nichts Wichtigeres als die Sicherheit. Dies hatte Thomas von Anfang an erkannt und wo immer möglich Verbesserungen vorgeschlagen. Als in den siebziger Jahren neue Standards aufkamen, bedeutete dies für das Werk in High Point nicht eine zusätzliche, schwer zu erfüllende Herausforderung, sondern eine Bestätigung des eingeschlagenen Weges.

Amerikanische Schulbusse orientieren sich andererseits stark an den Wünschen des Kunden. Sie sollen robust, zuverlässig und sicher sein und dazu in jedem einzelnen Fall kundentypische Spezifikationen erfüllen. Weiterhin zwingt der Kunde in der Ausschreibung oft größerer Aufträge zu einer extremen Reduktion der Kosten. Der Entwicklungsaufwand für neue Rahmenkonstruktionen und Bremssysteme zum Beispiel kann daher einen kleineren Hersteller vor eine unlösbare Aufgabe stellen. In den siebziger Jahren strebten viele der ehemals lokalen Hersteller also danach, sich auf nationaler Ebene durchzusetzen. 1980 waren dann nur noch sechs von ihnen übrig geblieben. Einer von ihnen hieß Thomas Built Buses.

In der Regel handelt es sich bei den gelben Schulbussen amerikanischer Prägung um robuste Haubenfahrzeuge, oft mit dem Buchstaben C für „Conventional“ gekennzeichnet. Thomas begann aber bereits in den fünfziger Jahren, auch über Frontlenker nachzudenken. Mit dem Saf-T-Liner präsentierte das Unternehmen 1978 nicht nur einen Bus mit senkrecht abfallender Front, sondern zugleich zum ersten Mal ein eigenes Fahrgestell mit Heckmotor. Der Frontlenker erwies sich als so erfolgreich, dass Thomas in den achtziger Jahren auch in den Linienbussektor einstieg.


Den Frontlenker Saf-T-Liner fertigt Thomas seit 1978.


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