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  Thomas Built Buses
Omnibus-Infos   Thomas Built Buses
26.09.2008 von admin


Schulbusse bieten die große Chance

Zwar ließ die Ausschreibung keine hohen Gewinne erwarten: Alles an den Schulbussen sollte so sparsam wie nur irgend möglich konstruiert sein. Der Aufbau bestand aus Holz mit einem Dach aus Zinn und längs angeordneten Holzbänken im Inneren. Es war nur ein einziger Scheibenwischer vorgesehen, und auf Spiegel und Scheinwerfer verzichtete der Staat North Carolina gänzlich, um Kosten zu sparen. Zudem ließen es die Finanzen der Perley A. Thomas Car Works nicht zu, ein Angebot über mehr als 200 Busse einzureichen.

195 Dollar brachte Thomas für einen 5,20 Meter langen Bus in Anschlag, 205 Dollar für einen 5,80-Meter-Bus und für einen Bus von 6,40 Meter Länge berechnete das Unternehmen einen Preis von 225 Dollar. Da Thomas, unterstützt von seiner Tochter Melva und den Söhnen Willard und Norman, hart gerechnet hatte, erhielt das Werk in High Point den Zuschlag, und die Geschichte eines der größten amerikanischen Schulbusherstellers begann.


Rippen aus gebogenen Stahlprofilen, Lederpolster: Thomas Schulbus 1937.

Konsolidierung des Busgeschäfts

Mit dem Schulbusauftrag war die Krise noch nicht überwunden. Ohnehin konnte sich der Ingenieur mit der allzu schlichten, Kosten sparenden Bauweise der Busse nur mühsam anfreunden. So verlegte er sich im Anschluss zunächst auf luxuriöse Wohnwagen, die sogar mit einer Toilette ausgestattet waren und sich vor allem bei Schaustellern größter Beliebtheit erfreuten. So lange das Busgeschäft allein das Unternehmen nicht tragen konnte, fertigte Thomas verschiedenste Aufbauten. Unter anderem entstand eine ganze Flotte von Lieferwagen für eine Bäckerei.

Doch auf Dauer konnten solche Gelegenheitsaufträge den Ingenieur nicht befriedigen. Er suchte nach neuen Lösungen, um den Omnibusbau zu verbessern. 1938 hatte er North Carolinas ersten Schulbus in Ganzstahl-Bauweise entworfen. Üblicherweise bestand damals ein Omnibusaufbau aus bogenförmigen Rippen, die wiederum aus je zwei senkrechten und einem waagrechten Teil zusammengesetzt und an der Dachkante angeschweißt oder -geschraubt waren. Dieser Bogen wurde dann von oben auf den Rahmen geschweißt. Perley A. Thomas verbesserte die Konstruktion, indem er die gesamte Rippe aus einem einzigen, gebogenen Stahlprofil herstellte, das er von außen an den Rahmen schweißte.


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