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  Der Imbert-Holzvergaser
Geschichte   Der Imbert-Holzvergaser
01.04.2008 von admin


Bevor das so erzeugte Gas dem Motor zugeführt werden konnte, musste es noch abgekühlt und gereinigt werden. Das wurde mit der ebenfalls patentierten Reinigungsanlage durchgeführt. Das Patent dafür erhielt die Imbert-Generatoren Gesellschaft m. b. H., die inzwischen nach Köln umgezogen war.

Die Reinigung funktionierte nach folgendem Prinzip:

Vom Gaserzeuger gelangt das Gas durch eine Leitung a in einen Absitzbehälter b, der so bemessen und angeordnet ist, dass in ihm der Taupunkt des im Gas enthaltenen Wasserdampfes erreicht wird. Infolgedessen ist auf dem Boden des Absitzbehälters b stets eine gewisse Wassermenge vorhanden. Das Gas durchzieht den Absitzbehälter b entweder oberhalb des Flüssigkeitsspiegels oder auch in Windungen durch das Wasserbad hindurch auf seiner ganzen Länge und gelangt sodann durch die Leitung c in den Röhrenkühler d, in welchem es erheblich abgekühlt wird. Das sich im Röhrenkühler d bildende Kondensat fließt durch die Leitung c in den Absitzbehälter zurück, so dass das in diesem verdampfte Wasser stets wieder ergänzt wird.

Nach Verlassen des Röhrenkühlers d wird das Gas durch die Leitung e dem Nachreiniger fzugeführt, von welchem es durch die Leitung g zum Motor gelangt. Der Nachreiniger enthält zwischen zwei Siebblechen h eine Filtermasse (Kork), in welcher das Gas von seinen letzten feinsten Verunreinigungen befreit wird.

Somit waren verschiedene Komponenten erforderlich, um ein brauchbares Gas zu erzeugen und dieses dem Motor zuzuführen. Alle zusammen bewirkten folgenden Ablauf:

Der Imbert-Generator arbeitete mit absteigender Verbrennung. Lufttrockenes Holz wurde durch den Deckel eingefüllt. Die Lufteinsaugung erfolgte durch ringförmig angeordnete Düsen, Luft- und Zündloch.

Die hochsteigende Wärme trocknete das Holz nach. Bei Schwelung im mittleren Teil stiegen Teerdämpfe in den Ringmantel, kondensierten und flossen zum großen Teil in den Feuerherd zurück, wo sie zerlegt wurden.

Im unteren Teil bildete sich ständig glühende Holzkohle, durch die nach unten die entstehenden Gase abgesaugt wurden, welche hierbei brennbar (reduziert) wurden (Kohlenoxyd+Methan+Wasserstoff). Durch Ringmantel, Absitzbehälter, Gaskühler und Nachreiniger saugte ein Gebläse die Gase beim Anheizen ab. Beim Anlassen des Motors wurde die Verschlußklappe vor dem Gebläse geschlossen, und der Motor übernahm das Ansaugen der Gase.

Der Absitzbehälters schied die mitgerissenen Staubteilchen ab, die Gase wurden abgekühlt, das kondensierte Wasser wurde mit dem Rest der kondensierten Teerdämpfe ausgeschieden.



Schema der Gaserzeugung für ein Kraftfahrzeug.
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