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  MAN feiert 150 Jahre von Rudolf Diesel
Jubiläen   MAN feiert 150 Jahre von Rudolf Diesel
14.03.2008 von admin


Elektronisch geregelte Hubschieberpumpen, Vierventil-Technik und eine gekühlte Abgasrückführung sind die Merkmale der neuen Euro 3-Motoren, die zur Einführung des neuen MAN-Schwerlastwagen TGA zur Jahrtausendwende Premiere feiern. Mit der Abgasrückführung, die einen Teil der Abgase vor der Abgasturbine entnimmt, kühlt und hinter dem Ladeluftkühler der komprimierten Ansaugluft wieder zuführt, senkt sich die Verbrennungstemperatur. Damit reduzieren sich die Stickoxidemissionen – ein Minus von 30 Prozent gegenüber den Euro 2-Motoren bei gleich günstigem Kraftstoffkonsum. Die MAN-Motoren legen nicht nur bei der Antriebsleistung zu, ihre neue EVB-Motorbremse verstärkt auch die Bremskraft der Dauerbremse deutlich.

MAN EVB (= Exhaust Valve Brake)

Herkömmliche Auspuffklappen-Motorbremsen nutzen die Bremsenergie des Motors nur unzureichend. Die MAN-Techniker machen sich bei der EVB einen Effekt, der für ein kurzzeitiges Öffnen des Auslassventils (das „Springen“) sorgt, für die Dekompression zu Nutze. Beim Bremsvorgang hält ein Kolben im Kipphebel das Auslassventil geöffnet, der Druck auf den abwärts bewegten Kolben nimmt ab, die Bremsleistung erhöht sich. Durch die Drosselung des Abgases kann sowohl die Aufwärts- als auch die Abwärtsbewegung des Kolbens für die Bremsung genutzt werden. Die weiter entwickelte EVBec (ec = electronically controlled) erlaubt über die Steuerung des Schließwinkels der Abgasdrosselklappe eine dreistufige Einstellung der Bremsleistung und eine deutlich verbesserte Verzögerung im niedrigen Drehzahlbereich. Gleichzeitig ermöglicht die Regelbarkeit der Bremsleistung die Integration in das intelligente Bremsmanagement MAN BrakeMatic.

Neue Maßstäbe für Nutzfahrzeugmotoren

Eine neue Generation von MAN-Fahrzeugmotoren sorgt Anfang 2004 für Aufsehen in der Branche. Nach vier Jahren Entwicklungszeit präsentiert MAN die Baureihe D20 Common Rail und löst damit die legendären D28-Sechszylinder ab. MAN steht weiterhin zur magischen Formel 6. Für die Beibehaltung des Konzepts des Reihensechszylinders spricht das völlige Fehlen jener freien Massenkräfte und –momente, die bei anderen Bauweisen aufwändig gebändigt werden müssen. Die neuen 10,5-Liter-Vierventilmotoren sind deutlich kompakter und leichter als ihre Vorgänger, die Motorentechniker nennen es „downsizing“. Die neuen Motoren schaffen scheinbar die Quadratur des Kreises: Sie sind leistungsstärker, leichter, leiser. Das schlägt sich auch im Kraftstoffverbrauch nieder, der im Vergleich zu den bewährten D28-Motoren bis zu fünf Prozent günstiger liegt. Die D20-Motoren werden in der Leistungsklasse von 270 bis 440 PS angeboten und erfüllen mit Common-Rail-Einspritzung, Abgasrückführung und PM-KAT® – ganz ohne Additive - die Abgrenzwerte der Euro 4-Norm ein. Für gehobene Leistungen führt MAN schon kurz darauf den beinahe baugleichen Reihensechszylinder D26 im Programm, der mit 12,4 Liter Hubraum die Nennleistungen von 480 bis 540 PS abdeckt. Besonders anspruchsvolle Lkw-Kunden werden mit einem neuen V8-Motor bedient, der aufgrund seines Bohrungsmaßes als neuer D28 firmiert und mit 680 PS und 3.000 Nm Drehmomentbestwert neue Maßstäbe legt. Der stärkste Serien-Lkw Europas heißt MAN TGX V8 und wird zusammen mit seinen Kollegen der schweren Baureihen TGS und TGX mit dem Titel „Truck of the Year 2008“ belohnt.


Die neuen Common Rail-Motoren der Baureihe MAN D28 LOH CR leisten im Reisebusbereich (stehend) 480 und 530 PS mit einem maximalem Drehmoment bis zu 2400 Nm.


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