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  Setra S 215 HD *
Omnibus-Infos   Setra S 215 HD *
25.07.2007 von admin


Das Armaturenbrett trägt seinen Namen zu Recht. Hier gibt es noch Armaturen. Eingerahmt von Tacho und dem altbekannten Kombiinstrument, der Drehzahlmesser. Die Tachoscheiben lagerten unter dem abgeknickten Deckel rechts von den Armaturen. Ein Display sucht man vergebens. Dafür sind aber alle Instrumente auch bei tiefstehender Sonne ablesbar. Die Stellung der Kippschalter ist eindeutig und lassen keinen Zweifel aufkommen. Auch wenn man, um sie zu bedienen, um das Lenkrad herum greifen musste. Auch die Klimaregulierung gab einiges her, was man regulieren konnte. Von der späteren vollelektronischen Regelung noch keine Spur.

Mit der Einführung der Setra Querstrom-Raumlüftung und -heizung wurden Maßstäbe für den Klima-Komfort in Reisebussen gesetzt. Mit dieser vollthermostatischen Regelung für temperierte Luft und Heizung konnte bei Setra Omnibussen auf das bisher allgemein übliche „Mützenschild“ über der Frontscheibe als Lufteinlass verzichtet werden. Über die ganze Wagenlänge erstreckte sich oberhalb der Seitenfenster ein metallischer Lochstreifen, der als Luftaustritt im vorderen Bereich und entsprechend den Strömungsverhältnissen am Wagenkörper als Lufteintritt ab dem ersten Fensterholm nach hinten diente. Dieser Streifen bildete gemeinsam mit der Technik der Querstrombelüftung über Walzengebläse in den Dachkanälen die Grundlage für zugfreie Luftzirkulation im gesamten Wageninnern. Diese Neuerung mit großflächigem Lufteintritt über einen perforierten Himmel zwischen den Gepäckablagen verschaffte Setra eine Ausnahmestellung gegenüber dem gesamten Wettbewerb. Die natürlichen Anströmungsverhältnisse wurden für die Frischluftzufuhr genutzt und die Entlüftung erfolgte im Sogbereich oberhalb der vorderen Türen. Je nach Fahrzeuggröße wurde eine 120- bis 180-fache Lufterneuerung pro Stunde erzielt.

Entwickelt wurde die Baureihe 200 unter dem damaligen Chefkonstrukteur Hans Schauz, einem erfahrenen Setra-Mitarbeiter. Mit der Baureihe 200 gelang ihm sein Meisterstück. Unglaublich klingt dabei, dass er nie diesen Bus gefahren hat. Doch er hatte dafür keinen Führerschein.


Werbefahrt in den siebziger Jahren: Wenig Leute, aber einen großen Bus.



Technische Daten siehe Typenblatt

Fotos und Video-Clip:
Kässbohrer Fahrzeugwerke GmbH


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