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Setra S 80
14.01.2009 - 00:00

Setra S 80
  • Clubbus der Baureihe 100
  • Nachfolger des S 7
  • Insgesamt 1.246 mal gebaut


Setra S 80 – 1968 – Ein seltenes Exemplar mit Dachrandverglasung

1965 hatte Kässbohrer auf der IAA den Setra S 7 vorgestellt, der die Nachfolge des Setra S 6 antreten sollte. Dieser Bus sollte nicht nur die Lücke ausfüllen, die im Setra Bauprogramm entstanden war, sondern sein kantiges Design kündigte auch eine neue Busgeneration an.

1967 stellte Kässbohrer dann die neue Baureihe mit den Typen S 100, S 110, S 120, S 130 und S 150 vor. Im März 1968 folgte dann als Weiterentwicklung des S 7 der Setra S 80.


Setra S 7 – 1965 – Äußerliches Merkmal war der Mitteleinstieg, die Dachrandverglasung und der Kühlergrill.

Angetrieben wurde der Bus von dem neuen, kleineren, Henschel Fünfzylinder 5 R 1112-13 K mit 135 PS. Durch den kürzeren Motor war es möglich, eine Sitzreihe mehr einzubauen. Auch konnte nun eine Hecktür eingebaut werden, die allerdings über dem Hinterrad ausgekragt war und deshalb nur als Schlagtür lieferbar war.

Angeboten wurde der Bus in folgenden Variationen:


Der Bus war 7.690 mm lang, 2.300 mm breit und 2.940 mm hoch und entsprach mit seinen Maßen fast dem seines Vorgängers. Er war, wie seine großen Brüder, selbsttragend gebaut und mit vorne mit Einzelradaufhängung ausgestattet. Wegen der Kürze des Fahrzeuges konnte jedoch keine direkte Verbindung zwischen Getriebe und Hinterachse hergestellt werden, so dass ein Umlenkgetriebe am Achseinsatz der Hinterachse eingebaut werden musste.


Die Hinterachse mit dem Umlenkgetriebe.

Als Getriebe diente serienmäßig das 5-Gang-Getriebe S 5-35-2 von ZF. Auf Wunsch konnte aber auch das ZF-Getriebe S 8-45-2 eingebaut werden. Dieses Getriebe verfügte über 4-Gänge mit Vorschaltgruppe. Hierbei konnte jeder Gang mit einer großen oder kleinen Übersetzung genutzt werden, dadurch standen praktisch 8-Gänge zur Verfügung.

Ausstattungsmäßig standen viele Variationen zur Verfügung. Neben 5 verschiedenen Stuhlarten, konnte auch die Anzahl der Sitzplätze beliebig gewählt werden, wobei 32 Sitzplätze + 2 Begleitersitze und 1 Fahrerplatz die maximale Möglichkeit war.


Innenansicht.

Der Bus war, wie die großen Fernreisebusse, für Komfort ausgelegt. Auf Wunsch konnte der Bus mit allen erdenklichen Komforteinbauten versehen werden. Das reichte vom einfachen Kühlschrank vorn bis zum verkleideten Schrankeinbau mit Küche im Heck. Ebenso konnte eine Toilette eingebaut werden.


Komforteinbauten: Bild links: Kühlschrank als Schrankeinbau mit Küche – Bild rechts: Toilette

Doch ein Nachteil ließ sich trotz aller Komforteinbauten nicht abstellen, man fühlte sich bei einer Fahrzeugbreite von 2,3 m etwas beengt beim Sitzen. So kam es, dass 1975 ein weiterer Typ des S 80 auf den Markt kam. Er nannte sich S 80 B und war 2.500 mm breit. Bei diesem Fahrzeug konnte man nun die gleichen Sitze mit dem gleichen Sitzkomfort einbauen, wie sie in den Großen Bussen Verwendung fanden.

Damit avancierte der Setra S 80 sich zum beliebtesten Clubbus seiner Zeit. Dies hielt sich, bis er ca. 1978 vom S 208 abgelöst wurde.


Setra S 80 B – 1975



Setra S 80


Technische Daten



Fotos:
Kässbohrer Fahrzeugwerke GmbH
Omnibusarchiv


admin


gedruckt am 09.12.2019 - 15:06
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